Wenn man über Signage Displays spricht, denkt man wahrscheinlich zuerst an Bildschirme mit Werbeaktionen in Einkaufszentren oder an Fahrpläne auf Bahnhöfen.
Doch 2026 entwickelt sich dieser Bereich sehr aktiv weiter, und die Möglichkeiten von Signage Displays gehen heute weit über Werbung und reine Informationsvermittlung hinaus.
Moderne Einsatzbereiche für Digital Signage Displays sind unter anderem:
- interaktive Kommunikationssysteme — Kunden sehen personalisierte Angebote auf Bildschirmen, Patienten in Kliniken erhalten Anweisungen über Touch-Panels und Behörden zeigen Hinweise zum weiteren Vorgehen sowie aktuelle Nachrichten in Echtzeit;
- AR-Installationen im Bildungsbereich — von virtuellen Modellen von Kernreaktoren bis hin zu „Smart Farms“, bei denen Displays Daten über Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Pflanzenwachstum anzeigen;
- Corporate TV, Büronavigation und interaktive Informationssysteme — interne Übertragungen innerhalb von Unternehmen, bei denen Mitarbeiter Nachrichten, Ankündigungen, Motivationsvideos und andere Inhalte ansehen und dabei aktiv mit ihrer Umgebung interagieren.
Wir hatten die Gelegenheit, mit einem Kollegen zu sprechen, der lange sowohl auf Seiten von Integratoren solcher Lösungen als auch bei Anbietern von Systemen zur Fernverwaltung von Display-Inhalten gearbeitet hat.
In diesem Artikel möchten wir das notwendige Grundwissen darüber vermitteln, wie Digital Signage im Jahr 2026 grundsätzlich funktioniert, welche Rolle Software dabei spielt und welche Lösung für welche Situation geeignet ist.
Für jedes Signage-Projekt werden 3 zentrale Komponenten benötigt:
- ein Anzeigegerät bzw. Signage Display — von kompakten Panels bis hin zu riesigen LED-Wänden;
- Software;
- Hardware-Player.
Anzeigegeräte
Die Grundlage eines Digital Signage Displays sind visuelle Inhalte.
Für deren Darstellung können normale und kommerzielle Fernseher, professionelle Displays, Videowände, LED-Bildschirme, Medienfassaden, Projektoren, Tablets und andere Geräte verwendet werden.
Es gibt allerdings auch Lösungen, die gleichzeitig zur Darstellung visueller Inhalte und zur Audiowiedergabe, beispielsweise für Hintergrundmusik, eingesetzt werden. Darüber können wir aber separat sprechen.
Player
Ein Player ist ein Gerät, auf dem Software zur Wiedergabe und Verwaltung von Inhalten und teilweise auch zur Steuerung der Displays installiert ist oder bereits vom Hersteller vorinstalliert wurde.
Der Player wird über HDMI oder DisplayPort mit dem Display verbunden. Nichts Kompliziertes.
Die Displays werden über die installierte Anwendung oder von einem externen Gerät über WLAN beziehungsweise das lokale Netzwerk gesteuert.
Als Signage Display Player können beispielsweise verwendet werden:
- verbreitete Android-Boxen bzw. TV-Boxen: TOX3, Rombica, Xiaomi Mi TV Stick usw.;
- spezielle Digital Signage Player auf Basis des Raspberry Pi;
- Mini-PCs wie Intel NUC;
- Computer und Laptops.
Besonders gut eignen sich auch Produkte auf Basis des Raspberry Pi als Signage Player — sie sind so etwas wie das „Schweizer Taschenmesser“ (okay, das britische) für Digital Signage Displays. Ein Raspberry Pi Signage Player bietet hochwertige Komponenten, die sich selbst im 24/7-Betrieb bewährt haben, eine große Auswahl an Anschlüssen für Sensoren und externe Geräte, Möglichkeiten zur Fernverwaltung und viele weitere Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der ausgewogenen Produktpalette, mit der sich für nahezu jede Aufgabe eine passende Lösung auswählen lässt.
Software
Jede Software zur Fernverwaltung besteht aus zwei Teilen: einem Server und einer Player-Anwendung. Der Server enthält Dateispeicher, Datenbanken usw. (Backend) sowie das Benutzerkonto beziehungsweise Dashboard (Frontend).
Über dieses Dashboard lädt der Benutzer Inhalte hoch, erstellt Playlists, verbindet oder trennt Bildschirme und führt weitere Verwaltungsaufgaben aus.
Die Player-Anwendung wird auf dem Hardware-Player, Computer oder Display installiert und über das Benutzerkonto mit dem Server verbunden. Nach der Verbindung erfolgt die gesamte Verwaltung aus der Ferne.
Muss man immer einen separaten Player kaufen?
Nein, nicht immer.
Signage Displays können aus praktischen Gründen zwei Funktionen gleichzeitig übernehmen und sowohl Anzeigegerät als auch Hardware-Player sein. Das gilt für professionelle Displays und gute Smart TVs. Viele davon verfügen über eine vorinstallierte Android-Version, auf der sich eine Player-Anwendung installieren lässt.
Ausnahmen sind Fernseher mit LG webOS und Samsung Tizen. Neben ihren eigenen Betriebssystemen bieten LG und Samsung auch eigene Software zur Verwaltung von Inhalten und Displays an: SuperSign und MagicINFO.
Die Preise für diese Software sind angemessen, und der Funktionsumfang reicht für die meisten Aufgaben aus. Es gibt jedoch einen Haken: Wenn Sie 20 LG-Displays kaufen und LG SuperSign einsetzen, macht es später wahrscheinlich wenig Sinn, Samsung-Displays hinzuzukaufen, weil dafür ein anderes Managementsystem erforderlich wäre.
Die Bindung an einen bestimmten Hersteller wird dadurch sehr stark, und das ist nicht immer gut.
Gleichzeitig verhindern die Hersteller grundsätzlich nicht die Installation von Anwendungen von Drittanbietern. Doch obwohl für webOS und Tizen eigene Anwendungen entwickelt werden können und beide Plattformen eine enorme Marktverbreitung besitzen, unterstützen nicht alle Dienste zur Fernverwaltung von Inhalten diese Systeme vollständig.
Deshalb würden wir uns mit solchen Displays eher nicht beschäftigen.
webOS und Tizen haben außerdem eigene Einschränkungen, die unter anderem von der jeweiligen Betriebssystemversion abhängen, und davon gibt es durchaus einige. Bei komplexen Projekten oder ungewöhnlichen Anforderungen werden deshalb häufig Android, Windows oder Linux bevorzugt.
Ein Vorteil von Displays mit einem „vollwertigen“ Betriebssystem besteht darin, dass sie über native oder externe Software vollständig aus der Ferne gesteuert werden können. So lässt sich beispielsweise der Betriebsmodus verändern und das Display automatisch ein- oder ausschalten, was sich positiv auf seine Lebensdauer auswirken kann.
Auch wenn grundsätzlich gilt, dass mehr Komponenten in einer Kette auch mehr mögliche Ausfallpunkte bedeuten, bevorzugen wir aufgrund der größeren Funktionalität und Flexibilität Signage Displays mit integriertem Player.
Alle unsere Signage Displays verfügen beispielsweise über einen integrierten Bewegungssensor, der das Display ausschaltet, wenn sich niemand in der Nähe befindet, und es automatisch wieder einschaltet, sobald jemand erscheint.
LED-Bildschirme
Bei LED-Bildschirmen ist die Sache relativ einfach: Jeder von ihnen benötigt einen Controller.
Der wohl bekannteste Hersteller von Controllern für LED-Bildschirme ist NovaStar, der seine Hardware mit eigener Software ausliefert.
Wenn nur wenige Inhalte vorhanden sind und diese selten aktualisiert werden müssen — beispielsweise bei einer LED-Beschilderung mit dem Namen eines Cafés oder Geschäfts — ist keine zusätzliche Hardware erforderlich. Die mitgelieferte Funktionalität reicht dafür aus.
Wenn Sie allerdings ein Netzwerk aus Displays und mehreren LED-Bildschirmen betreiben, ist es besser, nicht die integrierte Software zu verwenden, sondern einen externen Player an den Controller des LED-Bildschirms anzuschließen.
Spezialisierte Signage Player
Das ist nicht gerade die günstigste Variante. Die Preise beginnen bei etwa 270 EUR für ein einfaches Gerät, während durchaus brauchbare Android-Boxen bereits ungefähr 100 EUR kosten.
Bekannte und zuverlässige Komplettlösungen wie BrightSign und SpinetiX sind spezialisierte Geräte, die gezielt für die Wiedergabe von Inhalten auf Bildschirmen entwickelt wurden.
Sie kommen weltweit in einer sehr großen Zahl von Installationen zum Einsatz, doch ohne Schulung ist die Arbeit damit ziemlich kompliziert. Man muss spezielle Software herunterladen und sich zunächst mit den Besonderheiten des Systems beschäftigen.
Nach unserer allgemeinen Einschätzung bieten Integratoren solche Player ihren Kunden vor allem deshalb an, weil sie zunächst am Verkauf des Geräts und später am Support verdienen können, da wahrscheinlich nur wenige Kunden Lust haben, sich selbst intensiv damit auseinanderzusetzen.
Wo eine Fernverwaltung normalerweise nicht erforderlich ist, kann man solche Player einsetzen, notwendig sind sie jedoch nicht. Häufig werden Inhalte einfach von einem Computer oder über die integrierten Funktionen des Displays abgespielt, sofern diese vorhanden sind.
Spezialisierte Player können für Kunstobjekte, Ausstellungen, temporäre Installationen oder Bildschirme sinnvoll sein, auf denen bestimmte dynamische Informationen angezeigt werden, die einmal eingerichtet und anschließend sehr lange genutzt werden.
Ein Beispiel sind Bildschirme an Tankstellen, die Kraftstoffpreise anzeigen, welche über eine API geladen werden.
Für generative Inhalte oder verschiedene Echtzeit-Shows werden dagegen fast immer Computer mit leistungsfähigen Grafikkarten eingesetzt. BrightSign, SpinetiX und vergleichbare Geräte sind hier nutzlos.
Sowohl bei spezialisierten Playern als auch bei Computern entfällt der größte Teil der Kosten auf die Hardware selbst.
BrightSign und SpinetiX verfügen ebenfalls über Cloud-Plattformen zur Fernverwaltung ihrer Player. Wir werden diese in diesem Artikel jedoch nicht näher betrachten, da sie unserer Ansicht nach sowohl wirtschaftlich als auch technisch anderen Lösungen deutlich unterlegen sind, die nicht an bestimmte Hardware gebunden sind.
Mit technischen Einschränkungen meine ich unter anderem, dass Sie beispielsweise über die BrightSign-Cloud keine Geräte anderer Hersteller verwalten können und somit ausschließlich Hardware dieses Herstellers einsetzen müssten.
Dasselbe gilt für SuperSign, MagicINFO oder NovaStar.
Ich halte den Einsatz solcher Software nur dann für sinnvoll, wenn von Anfang an klar ist, dass das System auf einen bestimmten Standort beschränkt bleibt, beispielsweise ein Hotel, und auch zukünftig kompatible Hardware verfügbar sein wird.
Zwei verschiedene Systeme parallel zu verwenden, wäre äußerst unpraktisch.
Warum Inhalte nicht einfach von einem USB-Stick abspielen?
Die wichtigsten, aber nicht einzigen Gründe für den Einsatz einer zentralisierten Verwaltungssoftware sind:
- flexible Zeitplanung — bestimmte Inhalte können an bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten gezeigt werden;
- Integration externer Datenquellen, beispielsweise eines elektronischen Warteschlangensystems;
- es müssen nicht zahlreiche Mitarbeiter darin geschult werden, Inhalte auf den Displays zu aktualisieren, wodurch Wartungskosten sinken und falsche Aktualisierungen verhindert werden — ein Netzwerk aus 3.000 bis 4.000 Bildschirmen kann problemlos von einer einzigen Person verwaltet werden;
- Analyse der Content-Wiedergabe und Überwachung der Geräte;
- Fernverwaltung der Geräte.
Wenn beispielsweise ein Marketingmitarbeiter im Büro sitzt, während sich ein Verkaufsstand in einem Food Court am anderen Ende der Stadt befindet, stellt sich die Frage: Wer aktualisiert dort die Inhalte?
Der Marketingmitarbeiter würde mindestens einen halben Tag für die Fahrt verlieren, statt einfach einige Änderungen im Dashboard vorzunehmen.
Man könnte sehr lange über den wirtschaftlichen Nutzen sprechen, aber bei einem Signage Display ist eine zentrale Verwaltung sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der verfügbaren Möglichkeiten eindeutig sinnvoll.
Manchmal reichen diese Argumente bei Kunden zunächst trotzdem nicht aus, und sie kaufen Displays und aktualisieren deren Inhalte manuell ohne Software.
Meist erkennen sie jedoch ziemlich schnell, dass sie alles aus der Ferne verwalten möchten.
Software von Drittanbietern
Auf dem Markt gibt es viele Anbieter, darunter starke Unternehmen mit großen realisierten Projekten, umfangreicher Expertise und hohen Umsätzen.
Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Lösungen. Erwähnenswert sind außerdem bekannte Open-Source-Produkte wie Anthias von Screenly und Xibo.
Alle haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Falls Interesse besteht, können wir in einem separaten Artikel auf die einzelnen Produkte eingehen und erklären, welche Vor- und Nachteile sie haben und für welche Aufgaben sich welche Lösung besser eignet.
Hardware von Software-Anbietern
Anbieter von Signage Software produzieren eigene Player und nur sehr selten eigene Signage Displays.
Software-Anbieter entwickeln eigene Player und keine Displays hauptsächlich aus folgenden Gründen:
- sie können das Betriebssystem optimieren und dadurch eine höhere Leistung erzielen;
- ihre eigenen Geräte bieten häufig den maximalen Funktionsumfang, den ein Anbieter auf Hardware von Drittanbietern nicht garantieren kann, beispielsweise integrierte Videoanalyse;
- sie erhöhen die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Installationen;
- sie steigern den Umsatz durch den Verkauf von Hardware;
- sie reduzieren die Kundenabwanderung, indem Hardware an die Software des Anbieters gebunden wird;
- jeder Kunde benötigt Signage Displays in einem anderen Design, damit sie beispielsweise zur Einrichtung eines Restaurants passen.
Unsere fertigen Signage Displays sind in massive Holzrahmen integriert, verfügen über eingebaute Raspberry Pi Player und können mit praktisch jedem vom Kunden gewünschten Anbieter eingesetzt werden, beispielsweise Yodeck, 1Play, Anthias, DAKBoard, XOGO, Linutop, Fugo One, Screenli oder Infobeamer.
Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle mit den wichtigsten Unterschieden zwischen den Signage-Systemen.
| System | Einrichtung | Bedienung | Preis / Bildschirm / Monat | Haupteinsatzbereich | Einschränkungen | Signage Display |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Yodeck | 3/10 | 5/10 | ab 8 € | Universelles Digital Signage | Einige Funktionen nur in höheren Tarifen | Nur Player |
| 1Play | 4/10 | 3/10 | ab 5,70 € | Günstiges Raspberry-Pi-Signage | Hauptsächlich auf Raspberry Pi ausgerichtet | Nur Software |
| Anthias | 6/10 | 4/10 | 0 € | DIY / Open Source | Self-hosted, höherer Einrichtungsaufwand | Nur Software |
| DAKboard | 2/10 | 2/10 | ab ca. 5–6 $ | Dashboards, Büros, Menüs, Zuhause | Weniger klassische Signage-Funktionen | Player und fertige Displays |
| XOGO | 2/10 | 2/10 | ab 15–20 $ | KMU, Retail, Restaurants | Kostenloser Tarif stark eingeschränkt | Eigener Player |
| Linutop TV | 5/10 | 4/10 | ca. 8 € | Einfaches Signage / On-Premise | Weniger modernes Ökosystem | Eigene Player |
| Fugo | 2/10 | 2/10 | ab 20 $ | Business- / Enterprise-Signage | Erweiterte Funktionen kosten mehr | Eigene Player |
| Screenli | 2/10 | 2/10 | ab 35–45 £ | Retail, Immobilienmakler, KMU | Teuer, hardwareabhängig | Eigener Mini-PC |
| info-beamer | 4/10 | 3/10 | 7,75 € | Raspberry Pi, API, individuelles Signage | Komplexer bei Anpassungen | Nur Software |
Ein praktisches Beispiel: Was 1Play Ihnen bieten kann
1Play ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein vergleichsweise einfacher Raspberry Pi in einen zentral verwalteten Digital Signage Player verwandeln lässt.
Die grundlegende Installation ist unkompliziert. Das 1Play-Image wird auf eine microSD-Karte geschrieben, anschließend wird diese in einen Raspberry Pi eingesetzt, der Raspberry Pi mit Display und Netzwerk verbunden und das Gerät dann über die auf dem Bildschirm angezeigte ID im 1Play-Dashboard registriert.
Raspberry Pi 4 und Pi 5 sind derzeit die empfohlenen Modelle, während ältere Raspberry-Pi-Generationen mit gewissen Einschränkungen weiterhin unterstützt werden.
Nach der Registrierung wird der Raspberry Pi zu einer sogenannten Playbox, die über die Cloud gesteuert wird.
Der Benutzer erstellt Playlists, lädt Bilder und Videos hoch, fügt Webinhalte hinzu, erstellt Zeitpläne und weist die Inhalte anschließend einem oder mehreren Bildschirmen zu.
Der Player lädt danach die benötigten Medien herunter und beginnt mit der Wiedergabe.
Mit anderen Worten: Man muss sich nicht jedes Mal manuell mit jedem einzelnen Raspberry Pi verbinden, wenn Inhalte geändert werden sollen.
Das macht 1Play interessant für Projekte, bei denen kostengünstige und standardisierte Hardware benötigt wird.
Anstatt proprietäre Player zu kaufen, kann für jedes Signage Display dieselbe Raspberry-Pi-Konfiguration verwendet werden. Zusätzlich lassen sich fertig konfigurierte Ersatzgeräte bereithalten.
Es gibt auch fortgeschrittenere Anwendungsszenarien.
1Play unterstützt synchronisierte Wiedergabe über mehrere Raspberry Pis hinweg und kann zum Aufbau von Videowänden eingesetzt werden, ohne dass dafür ein klassischer Video-Wall-Controller benötigt wird.
Das Unternehmen zeigt Konfigurationen wie 2×2, 3×3, 1×4 und noch breitere Anordnungen, bei denen jeder Bildschirm seinen eigenen Raspberry Pi besitzt und die Inhalte über das Netzwerk synchronisiert werden.
Natürlich ist ein Raspberry Pi nicht automatisch für jedes Projekt die beste Wahl: Komplexe interaktive Installationen oder generative 3D-Inhalte können deutlich mehr Rechenleistung benötigen.
Für Menüs, Werbung, Informationsbildschirme, Dashboards und synchronisierte Videos kann ein Raspberry-Pi-basiertes Signage Display jedoch ausgesprochen kosteneffizient sein.
Was passiert, wenn die Internetverbindung ausfällt?
Das sollte man prüfen, bevor man sich für eine Cloud-Signage-Plattform entscheidet.
Ein sinnvoll aufgebautes System streamt normale Videos und Bilder nicht permanent aus der Cloud.
Stattdessen lädt es die benötigten Dateien auf den Player herunter und spielt sie lokal ab.
Fällt die Internetverbindung aus, läuft die aktuelle Playlist deshalb weiter.
Yodeck speichert beispielsweise geplante Medien ausdrücklich lokal auf seinen Playern und gibt an, dass Player mehr als 30 Tage ohne Internetverbindung weiterarbeiten können.
Auch 1Play nennt Offline-Zuverlässigkeit als Bestandteil seiner Player-Architektur.
Natürlich gibt es offensichtliche Ausnahmen.
Eine Live-Website, ein YouTube-Stream, ein Power-BI-Dashboard, ein Wetterdienst oder eine andere externe Datenquelle kann ohne Netzwerkverbindung keine aktuellen Daten empfangen.
Wenn ein Signage Display geschäftskritische Informationen anzeigt, ist es deshalb sinnvoll, Fallback-Inhalte zu definieren, die auch dann noch sinnvoll dargestellt werden können, wenn eine Live-Datenquelle nicht verfügbar ist.
Yodeck führt beispielsweise Streams, Webseiten und Dienste wie Power BI und Grafana ausdrücklich als Inhalte auf, die sich nicht einfach vollständig lokal zwischenspeichern lassen.
Lohnt es sich, einen eigenen Server für Signage Displays zu betreiben?
Die Entscheidung zwischen einer Cloud-Lösung und einer serverbasierten Lösung hängt immer von den Besonderheiten Ihres Unternehmens oder Standorts ab.
Es gibt bestimmte Arten von Organisationen, in denen Cloud-Dienste nicht eingesetzt werden können und der Kunde deshalb von Anfang an einen eigenen lokalen Server betreiben möchte.
Typischerweise interessieren sich Banken, Verkehrsunternehmen, Behörden, große Einzelhandelsketten und Quick-Service-Restaurants für serverbasierte Lösungen.
Sie benötigen solche Systeme aufgrund gesetzlicher Vorgaben oder interner Sicherheitsanforderungen.
Ein weiterer Punkt sind individuelle Anpassungen.
Wenn umfangreiche Anpassungen erforderlich sind, die nicht zur allgemeinen Entwicklungsrichtung eines bestimmten Produkts passen, bedeutet das wahrscheinlich, dass SaaS für Sie nicht geeignet ist.
In diesem Fall wird die Lösung letztlich On-Premises betrieben oder als separate Managed-Cloud-Umgebung speziell für Sie vom Anbieter bereitgestellt.
SaaS oder Cloud-Lösung
Wenn keine eindeutigen Einschränkungen bestehen, keine umfangreichen Anpassungen erforderlich sind und nur eine relativ kleine Anzahl an Bildschirmen betrieben wird, empfehlen wir Cloud-Lösungen.
Die anfänglichen Kosten sind deutlich niedriger, und selbst mehrere Dutzend Bildschirme können innerhalb nur eines Tages eingerichtet werden.
Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich pro Bildschirm.
Als grober Richtwert liegen die Kosten zwischen 5 EUR und 25 EUR pro Bildschirm und Monat.
Der Preis hängt vom Anbieter, von der Anzahl der Bildschirme und vom benötigten Funktionsumfang ab.
Im Abonnement einer Cloud-Lösung sind technischer Support und Updates der Client-Anwendungen enthalten.
Beim Einsatz von SaaS müssen keine eigenen Mitarbeiter eingestellt oder geschult werden, um die Serverkomponenten der ausgewählten Software zu betreuen.
Bei einer Cloud-Lösung überwacht ständig jemand, ob alles funktioniert, und die Reaktionsgeschwindigkeit bei Störungen ist normalerweise höher als bei serverbasierten Lösungen.
Insgesamt ist die Cloud die optimale Variante für kleine Unternehmen und Firmen ohne eigenes IT-Team.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Inhalte von jedem Ort mit Internetverbindung aus verwaltet werden können.
Das ist besonders relevant, wenn die Alternative darin besteht, einen physischen Server zu installieren, auf den von außerhalb des lokalen Netzwerks nicht zugegriffen werden kann.
Viele Anbieter achten aufmerksam auf Kundenwünsche und implementieren verschiedene Funktionen häufig ohne zusätzliche Kosten.
Das gilt insbesondere dann, wenn Sie viele Signage Displays betreiben oder dieselbe Anfrage von mehreren Kunden gestellt wird.
Man sollte allerdings nicht vergessen, dass nur ein relativ kleiner Teil der Kunden individuelle Entwicklungen benötigt.
Deshalb können speziell für Sie entwickelte Anpassungen entsprechend teuer werden.
Wie wählt man dann die richtige Software aus?
Es gibt zwei Möglichkeiten: Man probiert selbst verschiedene Varianten aus und entscheidet sich für die bequemste beziehungsweise funktionalste Lösung.
Oder man verlässt sich auf Bewertungen von Personen, die entsprechende Erfahrung in diesem Bereich haben — beispielsweise auf uns.
Wenn Sie Fragen zu Hardware, Software oder allgemein zur Umsetzung von Projekten mit Signage Displays haben, schreiben Sie uns — wir helfen Ihnen gerne weiter.










