Cozyla vs. Skylight Calendar im Jahr 2026

Cozyla vs SkyLight Calendar in 2026

Mit dem Erscheinen von Cozyla Kalender auf dem Markt für digitale Wandkalender ist die Wahl des besten digitalen Kalenders im Jahr 2026 noch schwieriger geworden. Die Funktionen der Kalender überschneiden sich häufig, alle bewerben ihre Produkte als die besten — aber stimmt das? Die kurze Antwort: Nein. Details zur Auswahl und wie Sie den besten digitalen Wandkalender finden, erfahren Sie im Folgenden — am Ende erwartet Sie ein interessantes Insight.

In unserer Analyse bleiben wir unvoreingenommen und stützen uns ausschließlich auf Fakten, die oft erst sichtbar werden, wenn man bereits Nutzer des Produkts ist. Wir stehen in keiner Verbindung zu einem der Hersteller digitaler Kalender, und das ermöglicht uns, Ihnen gegenüber maximal offen zu sein.

Im Zentrum dieses Vergleichs stehen also zwei Akteure, die diametral entgegengesetzte Strategien gewählt haben: Skylight Calendar aus West Hollywood, USA, und Cozyla Calendar+2 aus Shanghai, China. Der eine baut ein geschlossenes Ökosystem mit Abonnement, der andere verkauft einen offenen Android-Hub ohne wiederkehrende Zahlungen. Beide behaupten, das Problem der „mentalen Belastung" moderner Familien zu lösen. Wir haben beide Produkte vollständig analysiert — von der Unternehmens-DNA über die Hardware-Spezifikationen bis hin zu den Folgekosten — um zu verstehen, welches Produkt letztlich den größeren Mehrwert bietet.

Der erste Unterschied sind also die verschiedenen Märkte, in denen die Unternehmen entstanden sind — USA (Skylight) und China (Cozyla) — und zwei verschiedene Philosophien. Im weiteren Verlauf des Artikels werden Sie sehen, worin dieser Unterschied liegt.

Produktlinien von Skylight und Cozyla

Skylight bietet drei Kalendermodelle an: Calendar Mini (10 Zoll), Calendar 2 (15 Zoll) und Calendar Max (27 Zoll, nur Wandmontage). Darüber hinaus verkauft das Unternehmen eine Reihe digitaler Bilderrahmen, mit denen das Geschäft einst begann.

Calendar 2 ist das aktualisierte Flaggschiff der 15-Zoll-Linie. Im Vergleich zum Vorgänger verfügt es über einen leistungsstärkeren Prozessor, die Displayhelligkeit wurde um 60 % gesteigert, 4 GB Arbeitsspeicher, 16 GB Speicher und austauschbare magnetische Snap-Frame-Rahmen in vier Farben. Das Display ist Full HD mit 1920×1080 Pixeln. Das Gerät läuft auf einem angepassten Android-Build, was man aber kaum bemerkt — die Benutzeroberfläche ist vollständig überarbeitet und lässt kaum erkennen, dass unter der Haube Android steckt. Der Calendar Max bietet eine Auflösung von 2560×1440 und ist mit zwei 4-Watt-Lautsprechern ausgestattet. Beide Geräte benötigen eine permanente Stromversorgung — eine Akkuvariante gibt es nicht.

Cozyla Calendar+2 ist in drei Größen erhältlich: 15,6, 24 und 32 Zoll. Alle drei sind im Grunde vollwertige Android-Tablets mit Unterstützung für Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Das kleinste Modell hat eine Auflösung von 1920×1080, die größeren sind auch in einer 4K-Variante (3840×2160) erhältlich. Anschlüsse: USB-C, USB-A, und bei den größeren Modellen zusätzlich HDMI. Lautsprecher: 2×5 Watt. Die Geräte laufen auf CalendarOS — einer Shell über Android mit Zugang zum Google Play Store. Neben den stationären Modellen gibt es den Calendar+ Go — eine tragbare 32-Zoll-Version mit Akku-Rollständer und bis zu sechs Stunden Autonomie. Außerdem wird eine Budget-Version Calendar+2 SE angeboten, die keinen vollwertigen Zugang zum Google Play hat (stattdessen der Aurora App Store).

Was die reinen Spezifikationen betrifft, wirkt Cozyla wie ein Gerät einer anderen Klasse. Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 gegenüber Standard-Wi-Fi bei Skylight; USB-C-3.0- und USB-A-3.0-Anschlüsse gegenüber einem einzigen Stromanschluss; verfügbare 4K-Auflösung bei den größeren Modellen; eingebautes Mikrofon und Unterstützung für Sprachassistenten ab Werk — all das zeigt, dass Cozyla als universelle Plattform konzipiert wurde und nicht als Einzelfunktionsgerät.

Der Name CalendarOS kann irreführend sein: Es handelt sich nicht um ein eigenständiges Betriebssystem, sondern um eine angepasste Shell über einem vollwertigen, Google-zertifizierten Android (beim Modell +2, nicht bei der Budget-Version SE). Sie können die CalendarOS-Shell minimieren und das Gerät wie ein normales Android-Tablet nutzen.

Gesamtkosten: Wofür Sie tatsächlich bezahlen

Skylight

Hier wird es richtig interessant. Der Skylight Calendar 2 kostet 299,99 Dollar in der klassischen Ausführung und 319,99 Dollar in der Shadow-Box-Variante. Der Calendar Max startet ab 599,99 Dollar. Doch der Grundpreis des Geräts ist nicht das vollständige Bild.

Das Skylight-Plus-Abonnement kostet 79 Dollar pro Jahr. Ohne dieses erhalten Sie einen Kalender mit manueller Ereigniseingabe. Hinter der Bezahlschranke bleiben: Magic Import / Sidekick (KI-Import von Ereignissen aus E-Mails und Fotos), Mahlzeitenplanung, Foto-Bildschirmschoner, ein Belohnungssystem für erledigte Aufgaben sowie erweiterte Personalisierungseinstellungen. Genau diese Funktionen bilden den Kern der Skylight-Dienste, und genau ihretwegen kaufen die meisten Kunden das Gerät.

Die tatsächlichen Kosten im ersten Jahr für den Calendar 2: 379 Dollar (299 + 79). Über fünf Jahre: 695 Dollar. Calendar Max mit Abonnement: 679 Dollar im ersten Jahr. Der Verzicht auf das Abonnement verwandelt das Gerät nicht in einen Briefbeschwerer, nimmt ihm aber den Großteil seiner Nützlichkeit — ein wirkungsvoller, wenn auch unbequemer Bindungsmechanismus.

Ein weiterer Aspekt: Vollständige bidirektionale Synchronisierung ist nur mit Google Calendar verfügbar. Outlook, Apple Calendar und andere funktionieren nur unidirektional oder mit Einschränkungen. Für Familien, die Google nicht nutzen, kann dies eine erhebliche Enttäuschung sein.

Cozyla

Cozyla Calendar+2 wird für 349,99 (15,6 Zoll), 699,99 (24 Zoll), 899,99 Dollar (32 Zoll in HD-Auflösung) und 1.099,00 Dollar (32 Zoll in 4K-Auflösung) verkauft. Die Absolutpreise sind höher, aber für die Grundfunktionalität ist kein Abonnement erforderlich. Alle Kernfunktionen — Kalendersynchronisierung, Aufgaben- und Belohnungssystem, Mahlzeitenplanung, Einkaufsliste, Bildschirmschoner — sind im Gerätepreis enthalten.

Die einzige potenziell wiederkehrende Zahlung ist der erweiterte Zugang zum Cozyla Agent (KI-Sprachassistent), falls Sie das kostenlose monatliche Kontingent ausschöpfen. Ein Basisvolumen an Anfragen ist kostenlos enthalten.

Die Gesamtkosten der 15,6-Zoll-Cozyla über fünf Jahre: 349,99 Dollar — gegenüber 695 Dollar beim Skylight Calendar 2. Bei vergleichbarer Bildschirmgröße ist Cozyla auf lange Sicht fast doppelt so günstig. Vergleicht man die 24-Zoll-Cozyla mit dem 27-Zoll-Skylight Calendar Max, wird der Unterschied kleiner, aber Cozyla gewinnt weiterhin durch das Fehlen eines Abonnements.

Architektur von Skylight und Cozyla: Geschlossenes System vs. offenes Android

Dies ist wohl der entscheidende philosophische Unterschied zwischen den beiden Produkten.

Skylight ist ein geschlossenes Ökosystem. Sie können keine Apps installieren, haben keinen Zugriff auf das Dateisystem und können das Gerät für nichts anderes verwenden als die von Skylight vorgesehenen Szenarien. Das ist eine bewusste Entscheidung: Skylight kontrolliert jeden Pixel der Benutzeroberfläche, was Stabilität, eine minimale Lernkurve und ein vorhersehbares, verständliches Erlebnis gewährleistet. Die Einrichtung dauert weniger als fünfzehn Minuten — mit dem WLAN verbinden, Kalender synchronisieren (hier wird es interessant), und fertig.

Die Kehrseite: Das Gerät ist vollständig von den Skylight-Servern abhängig. Sollte das Unternehmen den Support einstellen, verwandelt sich der digitale Kalender im Wert von 600 Dollar in einen nutzlosen Rahmen.

Cozyla hat den entgegengesetzten Weg gewählt. Der Calendar+2 ist im Grunde ein großes Android-Tablet mit der CalendarOS-Shell. Sie können Apps aus dem Google Play Store installieren: YouTube, Spotify, Gmail, Notion, jeden beliebigen Browser. Das Gerät unterstützt Google Home und Amazon Alexa. Der HDMI-Anschluss ermöglicht die Nutzung als externer Bildschirm.

Die Kehrseite dieses Ansatzes ist die Komplexität. Das Gerät erfordert mehr Aufmerksamkeit bei der Einrichtung, es besteht ein hohes Risiko der „Funktionsüberladung", und wie viele Bewertungen anmerken, treten periodische Probleme mit der Kalendersynchronisierung auf, die das Vertrauen in die Hauptfunktion des Produkts untergraben. Verschiedene Publikationen wiesen auf die Instabilität der Synchronisierung als besorgniserregenden Faktor hin. Cozyla hat erklärt, das Team „arbeite aktiv" an der Verbesserung der Synchronisierungszuverlässigkeit — bislang ist das ein Versprechen, noch kein Ergebnis.

Die Wandmontage ist ein weiteres Problem bei Cozyla. Der Installationsprozess bleibt eine Schwachstelle des Produkts, und das Netzteil ragt unbequem aus der Steckdose hervor, was an Stellen mit viel Durchgangsverkehr störend sein kann. Beim 32-Zoll-Modell kommt das Gewicht als weitere Schwierigkeit hinzu.

Softwarefunktionen: Ähnlich, aber sehr unterschiedlich

Beide Systeme bieten ein ähnliches Set: Synchronisierung mehrerer Kalender, Farbcodierung nach Familienmitgliedern, Aufgabenlisten, Mahlzeitenplanung, Einkaufslisten, ein Pflichten- und Belohnungssystem für Kinder. Auf der Ebene der Funktionsliste sind die Produkte praktisch identisch. Die Unterschiede liegen in der Umsetzung.

Skylight hat seine Benutzeroberfläche mit chirurgischer Präzision geschliffen und „bleibt in seiner Spur", ohne zu versuchen, etwas zu sein, was es nicht ist. Die Sidekick-Funktion (KI-Import) ermöglicht es, eine Schulankündigung zu fotografieren oder eine E-Mail weiterzuleiten — und die Ereignisse erscheinen automatisch im Kalender. Das ist eine leistungsstarke Möglichkeit, die jedoch nur im Abonnement verfügbar ist.

Cozyla bietet einen vergleichbaren Smart Import und den KI-Sprachassistenten Cozyla Agent. Das Belohnungssystem, so ist zu bemerken, löst bei Kindern einen „beispiellosen Eifer" bei der Erledigung von Hausarbeiten aus — kann allerdings auch einen Wettbewerb auslösen, wer zuerst die Katze füttert. Die Mahlzeitenplanung umfasst vorinstallierte Rezepte mit der Möglichkeit, eigene zu importieren und automatisch eine Einkaufsliste zu erstellen. Allerdings funktioniert die mobile App Cozyla+ für die Rezeptanzeige laut Nutzerbewertungen nicht immer stabil: Telefone „hängen sich auf oder weigern sich, mehr als einige wenige Rezeptseiten anzuzeigen".

Ein weiterer wichtiger Punkt: Cozyla hat Schwierigkeiten mit der Übertragung von Zeitplänen zwischen Profilen. Wenn ein Kind keinen Telefonkalender nutzt, kann ein Elternteil nicht einfach seinen eigenen importieren und Ereignisse zum Profil des Kindes hinzufügen — jedes Ereignis muss manuell eingegeben werden.

Zielgruppe und Positionierung

Skylight positioniert sich eindeutig als „Betriebssystem für Familien". Das Marketing richtet sich an beschäftigte Eltern — überwiegend Mütter — die die „mentale Last" der Koordination des Familienalltags tragen. Eine eigene Studie von Skylight behauptet, dass die mentale Belastung mehr als 30 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Das Wertversprechen: einen einzelnen Bildschirm an die Wand zu hängen, der einen Teil dieser Last abnimmt.

Cozyla zielt breiter. Das Unternehmen verkauft nicht nur einen Kalender, sondern ein „Family Command Center" — einen multifunktionalen Hub, der gleichzeitig Kalender, Unterhaltungsgerät und Smart-Home-Zentrale sein kann. Eine Autorin mit Problemen der Exekutivfunktion nutzte das Gerät als individuelles Organisationstool — und betonte, dass das 32-Zoll-Modell zu einem für sie unverzichtbaren täglichen Helfer geworden ist. Das erweitert die Zielgruppe erheblich über die klassische Familie mit Kindern hinaus.

Verarbeitungsqualität und Bewertungen

Skylight Calendar 2 muss man zugutehalten, dass das Unternehmen konstant hohe Bewertungen erhält: 4,7 von 5 auf Walmart (über 840 Bewertungen). Rezension von Wirecutter, Empfehlung von Forbes, Review von SlashGear — alle loben die Einfachheit, die schnelle Einrichtung und den Fokus auf das Wesentliche. Die Kritikpunkte sind konsistent: Fingerabdrücke auf dem Bildschirm, gelegentliche Verzögerungen, das faktisch obligatorische Abonnement, fehlende Hochformatausrichtung auf dem Tischständer des Calendar 2, keine Möglichkeit, die Einkaufsliste mit externen Apps zu synchronisieren.

Cozyla Calendar+2 erhält 4,4–4,5 auf Walmart (22–35 Bewertungen je nach Modell). Rezensionen von Forbes, T3, Bob Vila — positiv, aber mit Vorbehalten. Hauptkritikpunkte: instabile Kalendersynchronisierung, umständlicher Montageprozess, Probleme mit der Cozyla+-App auf Mobilgeräten, Schwierigkeiten bei der Übertragung von Ereignissen zwischen Profilen.

Daten hinter der Küchenwand: Wer sieht den Zeitplan Ihrer Familie?

Skylight (juristische Person — Glimpse LLC, Delaware). Server befinden sich in den USA. In der Datenschutzrichtlinie auf myskylight.com wird ausdrücklich angegeben: Daten werden in den Vereinigten Staaten gespeichert und verarbeitet. Das Unternehmen ist im Rahmen des EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert und erklärt die Einhaltung der DSGVO durch ein Supplemental European Privacy Statement. Für die Kalendersynchronisierung wird der Drittanbieter Nylas verwendet (mit eigener Datenschutzrichtlinie). Fotos, Ereignisse, Listen — alles wird auf Skylight-Servern in der Cloud gespeichert.

Kritischer Punkt: Glimpse LLC ist ein Importeur, der Hardware bei asiatischen Herstellern einkauft (bestätigt durch Unisco-Daten). Die Software ist jedoch vollständig proprietär, die Cloud befindet sich in den USA. Es gibt keine Erwähnung einer grenzüberschreitenden Übertragung von Nutzerdaten nach Asien.

Das Gerät ist ein geschlossenes Android ohne Nutzerzugang zum Play Store, ohne Browser, ohne Drittanbieter-Apps. Das begrenzt die Angriffsfläche und das Risiko von Datenlecks.

Cozyla (juristische Person — Cozyla US Corp, North Carolina). Hier gibt es ein interessantes Detail. In ihrer Datenschutzrichtlinie vom April 2026 — Abschnitt 9, „International Transfer of Personal Data" — heißt es wörtlich:

„Our servers are located in the United States. Due to the international nature of our business, your Personal Data may also be accessed by our affiliates or be transferred to third-party service providers and business partners, in connection with the purposes set out in this Policy, such as in China and Japan. When your Personal Data is processed in another country, it may be subject to access by law enforcement and national security authorities of that jurisdiction."

Das bedeutet, dass Ihre Daten nach China und Japan übertragen werden können und dort den Sicherheitsbehörden dieser Länder zugänglich sein könnten.

Gleichzeitig ist der Umfang der von Cozyla erfassten Daten deutlich größer als bei Skylight, gerade weil das Gerät ein offenes Android-Tablet ist:

  • Kalenderereignisse, Beschreibungen, Teilnehmer
  • Aufgaben, Checklisten, Daten über Kinderbelohnungen
  • Rezepte, Ernährungspräferenzen, Allergien, Einkaufslisten
  • Fotos und Videos (in der Cloud gespeichert)
  • Sprachnachrichten, Text- und Fotoeingaben an den KI-Assistenten Cozyla Agent
  • Standortdaten (für Wetter)
  • Alle Apps aus dem Google Play Store, die der Nutzer installiert, arbeiten mit ihren eigenen Datenschutzpraktiken

Was bedeutet das für den europäischen Käufer?

Für Käufer aus der EU unterscheidet sich die Situation grundlegend. Skylight ist unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert — ein Mechanismus, der nach dem Schrems-II-Urteil einen angemessenen Schutz bei der transatlantischen Datenübertragung gewährleisten soll. Die Daten verbleiben in den USA. Das ist aus DSGVO-Sicht nicht ideal, aber eine standardmäßige und legitime Konfiguration.

Cozyla hingegen deklariert ausdrücklich die Möglichkeit der Datenübertragung nach China. China hat keinen Angemessenheitsbeschluss (Adequacy Decision) der Europäischen Kommission. Standardvertragsklauseln (SCCs) können formal verwendet werden, aber ihre Wirksamkeit für die Datenübertragung nach China ist in der Praxis zweifelhaft — angesichts der chinesischen Gesetzgebung zur nationalen Sicherheit und des Data Security Law von 2021. Cozyla erwähnt in seiner Datenschutzrichtlinie weder SCCs noch Binding Corporate Rules — nur eine allgemeine Formulierung über „data transfer agreements that comply with applicable laws".

Für eine Familie aus Deutschland, die ein solches Gerät in ihrem Zuhause aufstellt — mit Kamera und Mikrofon —, den Stundenplan der Kinder eingibt, Rezepte, Fotos, Sprachbefehle an den KI-Assistenten — und all das potenziell auf Server gelangt, auf die aus China zugegriffen werden kann — ist das eine Frage, über die man vor dem Kauf nachdenken sollte.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt steht nicht still. Neben Skylight und Cozyla gibt es weitere starke Akteure der ersten Liga: DAKBoard, Hearth Display und andere. Unseren Vergleich DAKBoard vs. Skylight Calendar finden Sie in unserem Blog.

DAKBoard: Der Engineering-Underdog

DAKBoard ist ein Unternehmen mit einer grundlegend anderen Entstehungsgeschichte. Im Jahr 2015 baute Dan King, ein Programmierer und Hobbyfotograf aus New York, aus einem alten Monitor und einem Raspberry Pi ein Display für Familienfotos und Kalender. Das Projekt begann als DIY-Lösung, die praktisch jeder an einem Abend nachbauen konnte. 2017 gründete King die DAKBoard LLC, um dem Projekt eine professionelle Zukunft zu geben. Acht Jahre später, im September 2025, wurde das Unternehmen von der deutschen saas.group übernommen — es war bereits die 25. Akquisition im SaaS-Portfolio und ein deutliches Zeichen dafür, dass das Geschäftsmodell von DAKBoard inzwischen einen hohen Reifegrad und eine gute Planbarkeit erreicht hatte.

Der entscheidende Unterschied zwischen DAKBoard und Skylight/Cozyla liegt in der hardwareunabhängigen Architektur. Die Plattform funktioniert auf Touchscreen-Displays mit Raspberry Pi, darunter etwa das DAKBoard im Holzrahmen für 674 € als 24-Zoll-Modell sowie das DAKBoard 32-Zoll-Modell für 974 €.

Das Abonnementmodell von DAKBoard besteht aus drei Stufen: Free, Essential und Plus. Der kostenlose Tarif ist dabei keineswegs nur ein symbolisches Angebot: Er ist tatsächlich nutzbar, und viele Anwender sind damit zufrieden, auch wenn die Anzahl der Integrationen und die Möglichkeiten zur individuellen Anpassung begrenzt sind. Die kostenpflichtigen Tarife schalten nahezu hundert native Integrationen frei — von Google Calendar und iCloud über Fitbit, Home Assistant, Todoist, Trello, Asana und Spotify bis hin zu Börsenkursen, Paketverfolgung und sogar Zeitplänen für Raketenstarts. Bei der Anzahl der unterstützten Datenquellen liegt DAKBoard damit deutlich vor Skylight und Cozyla.

Der DAKBoard TouchHub, dessen Update am 2. Juli 2026 angekündigt wurde, verschiebt dieses Kräfteverhältnis deutlich. Dabei handelt es sich nicht um ein kosmetisches Update, sondern um eine grundlegende Neugestaltung der Interaktivität. TouchHub ergänzt am unteren Bildschirmrand ein Navigations-Dock, sodass sich Anwendungen mit nur einem Fingertipp wechseln lassen.

Das zentrale Feature ist der Family Chores Manager: ein interaktives Aufgabensystem mit eigenen Profilen für jedes Familienmitglied, Punkten für erledigte Aufgaben, Belohnungen und einer animierten Familien-Bestenliste. Kinder können erledigte Aufgaben selbst abhaken, während eine integrierte Kindersicherung verhindert, dass ein Kleinkind versehentlich die Aufgabenliste eines anderen Familienmitglieds löscht.

Hinzu kommt die Home-Assistant-Integration, die sich von einem einfachen Widget zu einer vollständig eingebetteten Anwendung entwickelt hat. Geräte, Türschlösser und Thermostate direkt über das Wanddisplay zu steuern, fühlt sich damit beinahe so selbstverständlich an wie das Betätigen eines Lichtschalters. Als nächstes ist ein Meal Planner mit Rezepten und automatischer Erstellung von Einkaufslisten angekündigt.

Im Wesentlichen hat TouchHub damit die funktionale Lücke geschlossen, die DAKBoard bislang von Skylight und Cozyla trennte. Alle drei Wettbewerber bieten nun einen interaktiven Touchscreen-Hub mit Kalender, Aufgaben, Belohnungssystem und Smart-Home-Steuerung. DAKBoard setzt dies jedoch auf einer Plattform um, die nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden ist und mit nahezu hundert Integrationen funktioniert — etwas, womit keiner der beiden Wettbewerber derzeit mithalten kann.

 

Skylight Calendar 2 Cozyla Calendar+2 DAKboard
Displaygrößen 10" / 15" / 27" 15,6" / 24" / 32" (4K) 15" / 24" / 32"
WLAN 5 GHz ac Wi-Fi 6E 5 GHz ac
Mikrofon Nein Ja Nein
Drittanbieter-Apps Proprietäres System Google Play Web-Plattform
Kalender Google, Apple, Outlook, Yahoo, Cozi, URL Google, Apple, Outlook, CalDAV, URL Google, Apple, Outlook, MS365, Facebook, Cozi
Zwei-Wege-Synchronisierung Google, iCloud Alle Nein
Integrationen ~10 ~15 + Play Store ~100 nativ
Aufgaben/Belohnungen Plus Kostenlos Essential+
Mahlzeiten Plus Kostenlos Demnächst
KI-Import Plus Kostenlos Nein
Smart Home Nein Google Home, Alexa Home Assistant, Nest, SmartThings
Preis ab $299 ab $349 ab $399
Abonnement $79/Jahr $0 $0 / $60 / $96 pro Jahr
Datenerhebung USA USA/China/Japan USA
Produktion Asien China USA/Deutschland


Fazit: Drei Produkte, drei Philosophien, ein Markt

Skylight Calendar — das ist der Apple-Ansatz für den Wandkalender: ein geschlossenes, poliertes, intuitives System, für dessen Nutzung man jährlich bezahlen muss. Es ist ideal für Familien, die „aufhängen und vergessen" wollen, keine Lust haben, sich mit Einstellungen zu beschäftigen, und bereit sind, für Einfachheit zu zahlen.

Cozyla Calendar+2 — das ist der Android-Ansatz: offen, flexibel, leistungsstark, aber weniger perfektioniert. Es bietet objektiv mehr für das Geld — größeren Bildschirm, kein Abonnement, Zugang zum Google Play Store, Sprachassistent und Smart-Home-Unterstützung. Erfordert aber mehr Toleranz gegenüber Unzulänglichkeiten und mehr technische Bereitschaft vom Nutzer.

DAKBoard nach dem TouchHub-Update — ein neues Touchscreen-Erlebnis, das Ihr DAKBoard in eine Kommandozentrale verwandelt, die die ganze Familie nutzen kann. Die Integrationen — der Vorsprung ist enorm. Rund 100 bei DAKBoard gegenüber etwa 10–15 bei den Konkurrenten. Finanzen, Fitbit, Slack, Trello, Asana, Paketverfolgung, JSON/API-Widgets — nichts davon gibt es bei Skylight oder Cozyla.

Vorerst zeigen alle drei Akteure, dass man auf verschiedene Weisen setzen kann — und jeder findet seine Zielgruppe. Skylight — durch Disziplin und Fokus. Cozyla — durch die Breite der Produktlinie und das Wertversprechen „alles inklusive". DAKBoard — durch neu TouchHUB, fast hundert Integrationen und eine Zielgruppe, die Quantität und Qualität der Integrationen schätzt.

Der Autor hat keine finanziellen Verbindungen zu einem der genannten Unternehmen. Die Unternehmensdaten für diesen Artikel stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen.

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